Das Leben genießen: So gelingt’s dir 7 einfache Tipps für mehr Lebenszufriedenheit

Du denkst, du kannst dein Leben nur am Wochenende, im Urlaub oder gar erst in der Pension genießen? Ich möchte dir zeigen, wie dir das auch zwischendurch ganz einfach gelingen kann und du mehr Glück in deinen Alltag holst.

 

Frauen, die ihr Leben genießen und den Moment zur Erinnerung auf einem Selfie festhalten
Auch die kleinen Momente zählen dazu das Leben zu genießen

Wenn es darum geht, das eigene Leben zu genießen, schleicht sich gerne das schlechte Gewissen ein. Nehmen wir einmal an, zu Genuss und Entspannung gehört für dich ein richtig tolles Schaumbad mit Entspannungsmusik und Duftkerzen. Eigentlich lässt sich das leicht umsetzen, denn der Aufwand dafür hält sich für dich in Grenzen und einen Urlaubstag brauchst du auch nicht extra organisieren. Aber bei dem Gedanken daran protestiert dein inneres Verantwortungsbewusstsein. Mit erhobenem Zeigefinger sagt dir eine innere Stimme, dass sich Genuss erst verdient werden muss ganz nach dem Sprichwort “zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen”. Denn vorher hast du noch schnell ein paar Nachrichten und Mails zu beantworten. Darauf folgen nur ein paar Kleinigkeiten, die du unbedingt erledigen musst wie zum Beispiel aufräumen, Wäsche machen, Kinder ins Bett bringen und der Geschirrspüler räumt sich auch nicht von selbst ein. Danach kannst du abschalten und dein Bad genießen, denkst du. Irgendetwas vermeintlich Wichtiges kommt immer dazwischen, obwohl du es ja so sehr möchtest und versuchst. Im Moment kannst du dein Leben einfach nicht genießen, also verschiebst du es auf später und so vergeht ein Tag nach dem anderen. Schließlich passiert es, dass du diese besonderen Momente und dein Glück immer weiter in die Zukunft verschiebst.

 

Hier ein kleines Gedankenexperiment...

Stell dir vor, du hast in der Lotterie gewonnen und bekommst jeden Morgen 86400 Euro auf deinem Konto gutgeschrieben. Wenn der Tag vorüber ist, wird dir der verbliebene Betrag nicht gutgeschrieben, er ist einfach weg. Also alles, was du nicht nutzt, ist verloren. Macht nichts, am nächsten Tag ist dieselbe Summe wieder für dich verfügbar, denkst du dir. Aber keiner hat dir vorher gesagt, für wie lange sich dein Konto praktisch von selbst auffüllt. Der Haken an deinem Gewinn war, dass dein Konto jederzeit ohne Vorwarnung gelöscht werden kann. Jetzt stell dir vor, das Konto ist dein Leben und du bekommst jeden Tag 86400 Sekunden geschenkt.

Was machst du also mit dieser Zeit?

 

Ich sehe das Leben als ein Geschenk und finde es sehr schade, wenn wir unsere kostbare Zeit nur dafür nutzen, Verpflichtungen nachzujagen oder auf den perfekten Moment zu warten. Weil es so wichtig ist, dass du jeden Tag deines Lebens genießen kannst, habe ich ein paar Tipps für dich, die du in deinem Alltag sofort umsetzen kannst. Aber vorher möchte ich dir noch die häufigsten Genuss-Hindernisse vorstellen.

 

Wenn-Dann-Falle - in der Zukunft darf ich mein Leben genießen

Die Wenn-Dann-Falle gehört zu den Klassikern, die dich daran hindern, dein Leben einfach zu genießen. Viele Menschen warten auf die ideale Gelegenheit, um das Leben zu genießen. Dieser perfekte Moment liegt immer irgendwo in der Zukunft mit unbestimmten Zeitangaben. In der Hoffnung das Warten auf den richtigen Zeitpunkt, den richtigen Partner, das nächste Gehalt, den nächsten Urlaub, führt zur Erfüllung der Träume. In Wahrheit jedoch vergehen Jahre oder Jahrzehnte, in denen Lebensträume vor sich hingeschoben werden und jeder Moment, in dem das Leben genossen werden kann, wird verpasst.

 

Typische Aussagen, die dich in die Falle locken:

 

...wenn endlich die Prüfung vorbei ist, dann kann ich das Leben genießen.

...wenn ich endlich einen Partner habe, dann kann ich glücklich sein.

...wenn ich in Pension bin, dann werde ich diese Reise machen.

...wenn ich mein Karriereziel erreicht habe, dann kann ich kürzertreten.

...wenn die Kinder da sind, dann ist mein Leben komplett.

...wenn das nächste Jahr beginnt, dann werde ich besser auf mich achten.

 

Diese Liste der Beispiele könnte ich noch endlos weiterführen. Wenn es darum geht, Vorwände zu finden, können wir richtig kreativ werden. So lobenswert manche Gründe, Vorhaben auf später zu verschieben, auch sein mögen, so sind es in Wahrheit eher bloß Ausreden, die dich selbst begrenzen. Natürlich gibt es im Leben Verpflichtungen, die du nicht einfach so stehen und liegen lassen kannst. Aber dazwischen darfst du dir schöne Momente gönnen und dein Leben auch genießen.

 

Hand aufs Herz, bist du auch schon öfters in diese Falle getappt?

 

 

Das Tückische an der Wenn-Dann-Falle ist ja, dass die Vorstellung der Zukunft immer so viel besser und schöner ist als die Gegenwart. Es ist ein bisschen wie die Flucht vor der aktuellen Situation, mit der du unzufrieden bist. Schließlich fehlt noch die Erfüllung deiner selbst auferlegten Bedingung, damit du dein Leben genießen kannst. Bevor du das nicht erreicht hast, fühlt es sich für dich falsch an. Damit schlägst du dir die Tür zu deinem Glück vor der Nase zu.

Das Leben lässt sich besser ohne To-do-Listen genießen

To-do-Listen haben in ihrem Grundgedanken einen simplen Zweck, uns daran zu erinnern, was alles noch erledigt werden muss. Dieses “muss”, das meistens von dir selbst ausgeht, erzeugt Druck und kann dich auch erdrücken. Das kommt daher, dass der Fokus mehr bei Abhaken liegt als beim Prozess selbst und das führt dazu, dass du dich schnell verzettelst. Was zum nächsten Nachteil führt, dass To-do-Listen die unangenehme Eigenschaft bekommen, immer länger zu werden statt kürzer. Deshalb hindern dich To-do-Listen eher daran, dein Leben einfach zu genießen.

Es beginnt schon in der Früh, wenn du aufstehst und du wälzt diese lange Liste im Kopf “das muss ich heute alles machen”. Das gibt dir das Gefühl, dein Leben ist eine einzige Pflicht, auch wenn es schöne Dinge sind. Du läufst also nur noch im Hamsterrad und bist am Abarbeiten der To-do-Liste. Keine Spur davon etwas genießen zu können.

 

Anstelle einer To-do-Liste kannst du es mal mit einer Fortschritt-Liste versuchen. Da schreibst du nur Dinge auf, die du schon erreicht oder erledigt hast. Am Ende des Tages gibt dir diese Liste ein viel besseres Gefühl, weil du siehst, was du alles schon geschafft hast. Statt “ich muss noch xyz machen”, sagst du dir “ich habe schon xyz gemacht” und damit wird es dir leichter fallen, dich mit Genuss zu belohnen.

 

Zeit das Leben zu genießen

Die Sorgen für einen Moment vergessen und den Moment genießen
Gedanken einfach ausblenden und im Hier und Jetzt sein.

In meinen kostenfreien Glücksgesprächen erlebe ich es ganz oft, dass der allgemeine Wunsch, das Leben mehr zu genießen, sehr stark ist. In der Praxis scheitert es aber oft an der Umsetzung.

Gedanken, Verpflichtungen und die eigene Einstellung verhindern das meistens. Vielleicht kennst du das von dir selbst, dass deine Gedanken um so viele Dinge in deinem Kopf kreisen, dass dir das total die Kraft raubt.

Kaum ist es still um dich herum, schalten sich deine Gedanken ein und du grübelst wieder drauf los. Statt diese Gedanken einfach ziehen zu lassen, geht es bei dir im Kopf dann erst so richtig los. Den Moment, einen Ort oder einfach die Ruhe zu genießen erscheint dir da so absolut unmöglich.

 

Lass nicht zu, dass Probleme wälzen dich ständig daran hindert, dein Leben zu genießen. Ich weiß, das ist leichter gesagt als getan. Das schlechte Gewissen ist bei diesem Selbstdialog am lautesten. “Wie kannst du es dir bloß in deiner Situation erlauben, etwas zu genießen, wenn du eigentlich Probleme zu lösen hast.” So oder so ähnlich spielt sich das dann in deinem Kopf ab. Bevor du es dir erlaubst, etwas zu genießen, erlegst du dir die Bürde auf, eine umfangreiche Aufgabe zu lösen. Damit wird Glücklichsein zu einer richtig großen Sache für dich und das kann manchmal ganz schön entmutigen. Darum lassen es viele Menschen gleich ganz bleiben ihren Träumen zu folgen und verschieben diese auf später.

 

Ich verrate dir ein Geheimnis, das Glück findest du viel öfter in den kleinen Dingen als in den großen. Diese kleinen Momente entgehen dir aber immer öfter, weil du verlernt hast, sie zu sehen. Keine Sorge, das kannst du ganz einfach wieder lernen, mit einem Glückstagebuch zum Beispiel. Schreibe deine glücklichen Momente nieder. Auch solche simplen Eindrücke wie Regenbögen oder Schmetterlinge, die du gesehen hast. Damit trainierst du deine Wahrnehmung und mit der Zeit werden dir ganz automatisch viel mehr Dinge auffallen, die du genießen kannst.

 

Verschiebe dein Glück auf heute und fang an dein Leben zu genießen

Jeder Moment zählt, schließlich hast du nur ein Leben. Wenn dir bewusst wird, dass deine Lebenszeit kostbar ist, wirst du erkennen, dass das Warten auf den idealen Zeitpunkt eine absolute Zeitverschwendung ist. Deshalb habe ich hier ein paar Tipps für dich, die dir helfen werden, dein Leben mehr auszukosten und auch alltägliche Situationen zu genießen.

 

Belohne dich selbst

Wenn du eine Sache richtig gut gemacht hast oder ganz viel geschafft hast, feiere deinen Erfolg. Ob du dir dafür eine Shoppingtour oder einfach ein Stück Torte gönnst ist ganz egal, Hauptsache es bedeutet Genuss für dich.

 

Erlaube dir Entspannung

Wichtig ist, dass du dir selbst erlaubst, Pausen zu machen. Kurz aufstehen, strecken, aus dem Fenster sehen, 60 Sekunden lächeln, das lässt sich auch zwischendurch in deinem Arbeitsalltag umsetzen. Nutze auch deine Freizeit für Entspannungsmomente, ausgedehnte Spaziergänge oder auch mal länger im Bett bleiben. Du musst nicht 24/7 produktiv sein.

 

Übe dich in Dankbarkeit

Dankbarkeit lenkt deinen Fokus aufs Positive. Das müssen nicht immer die ganz großen Dinge sein. Du kannst auch Dankbarkeit für Kleinigkeiten empfinden. Viele dieser Dinge sind uns gar nicht mehr so bewusst, weil sie selbstverständlich geworden sind. Zum Beispiel kannst du dankbar für sauberes Trinkwasser sein und jeden Schluck davon mit Genuss trinken.

Jeder Tag zählt, genieße dein Leben
Das Leben ist zu kurz, um es später zu genießen.

 

 

 

Fürs Genießen im Hier und Jetzt sein

Mach dir klar, dass nicht immer alles perfekt sein muss, um das Leben zu genießen. Beim Genießen geht es auch darum, Dinge ausblenden zu können. Das bedeutet im Klartext, der Berg an Geschirr, der sich in der Küche türmt, ist im Moment nicht wichtig. Sag einfach bewusst ja zu dem Moment auf der Couch mit deinem Lieblingsgetränk in der Hand und genieße den Moment.

 

Ballast abwerfen

So wie du deinen Kleiderschrank ausmistest, miste auch dein Leben aus. Dinge, die dir keine Freude bringen, werden aussortiert. Das gilt auch für Gewohnheiten. Oft sind es Kleinigkeiten, die wir machen, weil wir sie eben immer schon so gemacht haben. Wenn wir genau hinsehen, fressen diese Kleinigkeiten Lebenszeit auf.

 

Beweg dich

Vielleicht kommst du dir dabei anfangs total doof vor, aber einen Versuch ist es wert. Dreh dir deine Lieblingsmusik auf und tanze los. Ein Spaziergang oder eine Wanderung in der Natur kann auch so manches Wunder bewirken. Bewegung sorgt dafür, dass du deinen Kopf freibekommst.

 

Achte gut auf dich selbst

Nur wenn es dir selbst gut geht, kannst du dich auch um andere kümmern. Deshalb reduziere dein “muss” auf ein Minimum und mach ausreichend Pausen. Tue generell mehr von den Dinge die dich glücklich machen, ganz ohne dass du dabei ein schlechtes Gewissen hast.

 

Mach aus diesen Tipps neue Gewohnheiten und du wirst feststellen, dass auch du dein Leben wieder mehr genießen kannst. Natürlich ist es nicht einfach ganz automatisch den Schalter umzulegen und in den Genuss des Lebens zu kommen. Das bedarf etwas Arbeit an deinem Mindset. Wenn es dir schwerfällt in die Umsetzung zu kommen, lade ich dich zu einem kostenfreien Glücksgespräch ein. Dort zeige ich dir, wie du Schritt für Schritt dein Leben wieder mehr genießen kannst. Ich freue mich, mit dir persönlich über deine Ziele zu sprechen.

 

 

 

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