Gefühlschaos?

Frau, verschiedene positive und negative Emotionen im Gesicht
Deine Emotionen liefern dir wichtige Informationen

Um den Zusammenhang zwischen Emotionen und Glück zu erkennen, musst du zunächst verstehen, was Emotion überhaupt ist. Das Wort Emotion wird vom lateinischen Wort „emovere“ (sich bewegen) abgeleitet und steht für jeden Gefühlszustand, der deinen Geist bewegt, unabhängig davon, ob es sich um einen negativen, neutralen oder positiven Gedanken handelt. Emotionen trainieren unseren Geist und veranlassen uns, Dinge aus einem bestimmten Blickwinkel heraus zu sehen.

 

Um positive von negativen Emotionen zu unterscheiden, ist es am besten, die zugrundeliegende Motivation und die daraus entstehenden Auswirkungen zu betrachten. Eine Emotion ist dann positiv bzw. konstruktiv, wenn sie deinen inneren Frieden stärkt und das Wohl anderer Menschen erstrebt. Hingegen sind Emotionen negativ oder destruktiv, wenn sie dich aus dem Gleichgewicht bringen, verstören oder darauf abzielen anderen zu schaden.

 

Um deine Emotion in Hinblick auf ihre Auswirkung zu beurteilen, genügt es dir zu überlegen, ob du durch deine Handlungen, Worte und Gedanken für dich selbst sowie für andere Wohlergehen oder Leid bewirkst. Das bedeutet, dass negative Emotionen, wie zum Beispiel Wut, nicht per se destruktiv oder schädlich sein müssen. Zum Beispiel wird deine Wut über eine Ungerechtigkeit ganz andere Handlungen nach sich ziehen, als Wut mit dem dahinterliegenden Wunsch jemanden zu verletzten. Erstere kann zu die Welt verändernden Protesten führen, während zweitere nichts als Leid verursacht.

 

Der erste Schritt dich deinen Gefühlen zu nähern, ist ganz einfach sie zu beobachten. Spür hin, was du fühlst. Ist es Freude, Traurigkeit, Enttäuschung, Zufriedenheit, Wut, Ärger, Glück...? Alle deine Gefühle sind wichtig und es wert achtsam und liebevoll betrachtet zu werden. Bitte glaube nicht, dass du immer glücklich und zufrieden sein musst. Das ist ein Irrtum und unmöglich. Du darfst auch mal schlecht drauf sein, verzweifelt, unsicher, traurig, verärgert oder wütend. Wenn du deine Gefühle kontrollieren und für dich konstruktiv verändern möchtest, dann nimm sie zunächst einfach so an, wie sie sind. Deine Emotionen gehören zu dir. Sie sind ein Teil von dir und senden dir wichtige Signale. Zu diesem Thema habe ich auch einen Blogeintrag geschrieben: Immer glücklich sein geht nicht.