Zieh dich raus aus dem Gedankenschlamassel

helping hand, Kletterer zieht sich an helfender Hand nach oben
Zieh dich aus deiner gedanklichen Abwärtsspirale

Du kannst dich aus eigener Kraft aus deiner gedanklichen Abwärtsspirale befreien und den Zustand der erlernten Hilflosigkeit verlassen, indem du deine Einstellungen und dein Verhalten änderst.  Natürlich lassen sich nicht alle äußeren Umstände und Situationen ändern, was du aber verändern kannst, ist deine Sichtweise. Kaum eine Situation ist ausweglos, solange wir sie nicht so wahrnehmen. Eine

konstruktive mentale Einstellung ist zum Beispiel: Ich prüfe was ich bewirken kann und welche Möglichkeiten ich habe, die Situation nach meinen Wünschen zu verändern. Erst, wenn sicher ist, dass ich an der Situation nichts ändern kann, werde ich sie so hinnehmen wie sie ist.  

 

Grundlage für deine Glückskompetenz ist es zu erkennen, dass der einzige Mensch, der die Verantwortung für dein Leben und dein Tun trägt, der ist, der dich aus dem Spiegel anschaut. Die Verantwortung für die eigenen Gefühle und Gedanken zu übernehmen ist die Basis, um in jedem Augenblick des Lebens handlungsfähig zu bleiben.

 

Sogar in ausweglosen, unveränderlichen Situationen, haben wir immer die Entscheidung. Viktor Frankl, ein Psychotherapeut, der im 2. Weltkrieg im Konzentrationslager in Auschwitz leben musste und überlebt hat, schreibt in seinem Buch „…trotzdem Ja zum Leben sagen“: „Wir, die im Konzentrationslager lebten, erinnern uns an Menschen, die anderen geholfen haben, die ihr letztes Stück Brot mit anderen teilten. Wenn es auch nicht viele waren, so sind diese wenigen Menschen doch der Beweis dafür, dass man einem Menschen alles nehmen kann, bis auf eines, nämlich die letzte aller menschlichen Freiheiten, die Freiheit, in jeder Situation seine Einstellung zu wählen.“  Das heißt, was mit einem Menschen innerlich geschieht, was die Situation, sogar eine so unfassbar schreckliche, wie das Leben in einem Konzentrationslager, aus einem Menschen „macht“, erweist sich als das Ergebnis einer inneren Entscheidung. Grundsätzlich hat jeder Mensch somit auch unter extremen Umständen die Wahl zu entscheiden, was „geistig gesehen“ aus ihm wird. Frankl schreibt weiter „Die geistige Freiheit des Menschen, die man ihm bis zum letztem Atemzug nicht nehmen kann, lässt ihn auch noch bis zum letzten Atemzug Gelegenheit finden, sein Leben sinnvoll zu gestalten."

 

Im Vergleich zu Frankls Erlebnissen kommen mir unangenehme Alltagssituationen wie nervende Vorgesetzte, Streit mit dem Partner, etc. immer banal und nebensächlich vor. Doch gerade deshalb geben uns Frankls Erkenntnisse die Hoffnung, dass das Bekennen zur Selbstverantwortung im Alltag dementsprechend „leicht“ umzusetzen ist. Wenn sogar Menschen in Konzentrationslagern die Freiheit der Entscheidung hatten, dann haben auch wir im Alltag die Freiheit zwischen pessimistischen und optimistischen Gedanken zu wählen. Negative Erfahrungen sind Teil unseres Lebens. Doch was wir daraus machen, wie wir die Dinge sehen, darin liegt unsere Entscheidung.

 

Wenn ich mich unglücklich oder verärgert fühle und in meiner gedanklichen Abwärtsspirale feststecke, dann rufe ich mir immer folgendes in Erinnerung: Per se ist eine Situation weder gut noch schlecht, sie ist einfach. Ob sie uns glücklich oder unglücklich macht, entscheidet sich meist erst durch unser Denken und unsere Einstellung dazu. Wenn ich das verinnerlicht habe, dann fällt es mir leichter wieder ins TUN zu kommen. Ich bin wieder Herrin der Lage und überlege mir Lösungen, wie ich meine Situation verändern kann und oder wie ich denken kann, damit ich mich wieder besser fühle. Dadurch fühle ich mich sofort ein Stück glücklicher. Denn jetzt habe ich die Situation wieder in der Hand und bin ihr nicht mehr ausgeliefert. Auf der nächsten Seite erfährst du, welche mentale Einstellungen dich dabei unterstützen wieder die Kontrolle über dein Glück zu erlangen und welche 3 wesentlichen Glücksvorteile dir das bringt.