„Glück ist eine Fertigkeit, eine bestimmte Lebensweise.“

Matthieu Ricard, buddhistischer Mönch

 

Glückstraining - Du hast dein Glück in der Hand

Mädchen vor grauer Wand schüttet einen Farbtoüpf mit oranger Farbe aus
Du hast dein Glück in der Hand

Deinem Glück ist es egal, ob du in einer winzigen Wohnung oder in einem riesigen Penthouse wohnst. Eine wesentliche Erkenntnis der Glücksforschung ist nämlich, dass objektive Lebensbedingungen und äußere Faktoren, wie zum Beispiel Wohlstand, gesellschaftlicher Status, Geschlecht, Intelligenz oder Alter nicht maßgeblich über unser Glücklichsein und unsere Lebensfreude entscheiden. Studien haben beispielsweise gezeigt, dass Menschen sechs Monate nach einem Lottogewinn genauso, wenn nicht sogar weniger, glücklich sind als zuvor. (Das liegt unter anderem daran, dass sich Lottogewinner von dem Geld meist ein Haus in einer neuen, schicken Wohngegend kaufen, in der sie sich dann aber nicht mehr so wohlfühlen, wie in ihrer gewohnten Umgebung.) Viel entscheidender als äußere Lebensumstände ist es für unser persönliches Glück, wie wir auf das Leben mit seinen sich stetig ändernden Bedingungen und Herausforderungen reagieren, wie gut wir uns anpassen können, welche Bedeutung wir dem beimessen, was wir erleben und wie gut wir Gelegenheiten nutzen, um uns zu freuen.

 

Das Befreiende und Schöne an dieser Erkenntnis ist, dass Menschen fast in jeder Lage glücklich sein können. Der buddhistische Mönch und Molekularbiologe Matthieu Ricard beschreibt sein Glücksempfinden unter den widrigsten Umständen gar als einen „Augenblick des Loslassens, jenen Zustand inneren Friedens, den man nur in sich selbst finden kann und der daher auch von äußeren Umständen völlig unabhängig ist“. Wenn Glück also in einer bestimmen Lebenseinstellung und Geisteshaltung besteht, dann gibt es im Grunde nichts, was dich davon abhalten kann es zu erreichen. Glücklichsein ist somit kein Schicksal, im Gegenteil, du hast dein Glück selbst in der Hand!

 

Lies weiter, wenn du mehr über den Zusammenhang zwischen Gehirnfunktion und Glück wissen magst oder leg gleich los und komm deinem Glück auf die Spur.

Glück ist erlernbar

Vater mit Tochter auf den Schultern stehen vor einer Tafel, Zeichnung Gehirnhälften, rechte Gehirnhälfte bunt, linke Gehirnhälfte Zahlen
Lerne dein Gehirn auf Glück zu programmieren

Gehirnscans zeigen, dass beide Gehirnhälften mit der Verarbeitung von Emotionen beschäftigt sind. Bei

negativen Gefühlen ist jedoch eher die rechte Seite des Stirnhirns aktiv, bei positiven dagegen die linke Seite. Es scheint, als hätten wir eine Hirnhälfte für das Glück und eine für das Unglück. Menschen mit einer höheren Aktivität des linken Gehirnlappens empfinden somit häufiger angenehme Gefühle, während Menschen mit einer höheren Aktivität des rechten Gehirnlappens eher dazu neigen, negative Gefühle zu verspüren. Die Aktivitätsmuster des Gehirns scheinen angeboren zu sein. Welche Seite des Stirnhirns vorherrscht, hängt also nicht von äußeren

Umständen ab, sondern ist Merkmal der Persönlichkeit. Manche Menschen sind demzufolge bereits genetisch bedingt glücklicher als andere.

 

Doch die neuesten Erkenntnisse der Neurowissenschaft zeigen ebenso auf, dass unsere genetische Disposition nicht gleichzeitig unser Schicksal ist, vielmehr verändert sich unser Gehirn stetig durch das, was wir tun und denken. Mit allem, was wir lernen, verändern sich auch die Schaltkreise in unserem Gehirn. Als Reaktion auf unsere Erfahrungen und Tätigkeiten bilden sich neue neuronale Verknüpfungen. Das Gehirn lässt sich also durch mentales Training und mit Hilfe der „richtigen“ Gedanken auf Glück (um)programmieren. Du kannst die Aktivitätsmuster deines Gehirns aktiv beeinflussen und durch Übung und Wiederholung verändern. Die Neurowissenschaften bestätigen sogar, dass allein ausgemalte Phantasiebilder das Gehirn fast in dem selben Maße formen können, wie echte Erfahrungen. Leg am besten gleich los und lerne, welche Denkstrategien für dein Glück förderlich sind.